Maltechniken mit Acryl

Bilderbeispiele von Teilnehmerinnen, die im Kurs entstanden sind:

Im Acrylmalworkshop haben wir verschiedene Techniken mit unterschiedlichen Malwerkzeugen ausprobiert. Es entstanden kleine postkartengroße Bilder – vieles war anfangs dem Zufall überlassen.

Wir haben Murmeln, Duschabzieher, eine Salatschleuder, Seidenpapier und vieles mehr verwendet und einfach mal geschaut was dann daraus werden kann. Eine Herangehensweise, die sehr viel Freiheit ermöglicht und ganz nebenbei lernten die Teilnehmerinnen auch noch etwas über Farbmischungen und Kompositionen.

Grisailles – die Kunst des Malens in einer Farbe

Wir begannen mit einer klassischen Maltechnik, die schon von den alten Meistern verwendet wurde: der Grisailletechnik. Dabei wird ein Bild ausschließlich in einer Farbe gemalt – also monochrom – und mit unterschiedlichen Helligkeitsabstufungen gestaltet, die durch das Mischen mit Weiß entstehen. Durch diese „Graustufen“-Malerei (auch wenn wir nicht nur Grau verwendet haben) konnten wir uns ganz auf die Verteilung von Licht und Schatten konzentrieren.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: Ohne Ablenkung durch Farben wurde die Dreidimensionalität der Motive besonders deutlich – die Bilder gewannen an Tiefe, Plastizität und Klarheit. Für viele war es eine spannende Erfahrung, wie sehr ein scheinbar „einfarbiges“ Bild wirken kann.

Ein besonderer Pluspunkt dieser Technik: Die Grisaillemalerei kann als Untermalung dienen, die später durch farbige Lasuren belebt wird – oder als vollendetes monochromes Werk bestehen bleiben.

Lasurtechnik mit Wasser und Braunton

Im zweiten Teil des Kurses haben wir eine verwandte Technik ausprobiert: Auch hier blieb es bei nur einem Farbton (ein warmer Braunton), doch anstatt mit Weiß zu mischen, arbeiteten wir mit mehr oder weniger Wasser, um die Helligkeit zu steuern. Schicht für Schicht entstanden so feine Abstufungen – ein spannender Prozess, bei dem die Tiefe ganz allmählich „wuchs“.

Zusätzliche Lasuren – also durchscheinende Farbschichten – und gezielte weiße Highlights haben die Wirkung nochmals intensiviert. Besonders faszinierend war, wie viel Ausdruck man auch ohne Farbenvielfalt erzeugen kann – allein durch Transparenz, Kontrast und Lichtführung.

Fazit

Der Kurs war für alle Teilnehmenden eine bereichernde Reise in die Welt der Reduktion. Beide Techniken – Grisaille und monochrome Lasur – zeigten eindrucksvoll, wie wichtig der Umgang mit Tonwerten ist und wie viel Tiefe ein Bild auch ohne Farbvielfalt gewinnen kann. Wir freuen uns schon auf den nächsten kreativen Austausch

Urban Sketching in Traunstein

Dauerregen – deshalb im Heimatmuseum und in der Stadtkirche St. Oswald in Traunstein

Der Skizzenkurs in Traunstein musste wegen des Dauerregens an diesem Wochenende in Innenräume verlegt werden. Aber zum Glück gibt es da das Heimatmuseum mit tollen Ausstellungsstücken, super netten Mitarbeiterinnen und die Innenräume an sich bieten viel Möglichkeiten für die wichtigsten Skizzenthemen in einer Stadt: Perspektive, Messen, Treppen, selbst Mensch, Tier und Fahrzeuge wie Auto, Bahn, Flugzeug, Schiff – alles da – nur eben etwas kleiner als im Original. Der Vorteil: sie bewegen sich nicht;)

Zwischendurch haben wir uns in ein Cafe gesetzt und dort ein wenig Mensch und Ausstattung skizziert – natürlich mit einem herrlichen Heißgetränk.

Am Ende waren wir dann noch in der Stadtkirche, hier konnte sich jede/r ein Motiv aussuchen und dann in aller Ruhe und Stille – ja quasi schon meditativ – zeichnen. Skizzenbücher sind wirklich toll im Urlaub um das Gesehene und Erlebte genau zu betrachten und festzuhalten – die Erinnerungen dann zuhause sind viel intensiver als bei einem schnell gemachten Handyfoto. Und das ganze geht – wie wir ja nun gesehen haben – auch gut an einem verregneten Urlaubstag.

Köpfe – Menschen – Comic

Das war ungefähr die Reihenfolge des letzten Zeichenkurses für Jugendliche in den Sommerferien. Zunächst haben wir uns die Proportionen von Kopf und Mensch genauer betrachtet. Danach probierten wir aus verschiedene Gesichtsausdrücke darzustellen und beobachteten wie die Zeichnung eines Kopfes aussehen muss, wenn dieser sich dreht und nach unten oder nach oben schaut. Aber um einen ganzen Comic zu zeichnen braucht man oft auch die Figuren in Bewegung. Dies versuchten wir mit Hilfe einer beweglichen Holzpuppe nachzubilden und dann aufs Papier zu bringen.  Im letzten Teil des Kurses überlegte sich jeder eine kleine Geschichte und nach einigen Skizzen, Computer- und Leuchttischarbeit entstand dann der fertige Comic. Am Ende konnte man sich gut ausmalen, wie lange es dauert bis so ein „Mickey Mouse“ Heftchen fertig ist und am Kiosk verkauft werden kann.