Übergabe der bemalten Kinderstühle im Pfarrkindergarten in Chieming

Endlich war es soweit. Die Kinder vom Chieminger Pfarrkindergarten haben schon sehnsüchtig auf uns gewartet und wir konnten in dieser Woche sechs bemalte Kinderstühlchen übergeben. Die Stühle wurden am Regionalmarkt mit unserer Hilfe von Kindern und Jugendlichen bemalt um sie dann dem Kindergarten zu spenden. Wir haben die Stühle gemeinsam betrachtet und festgestellt, dass viele heimische Tiere (Hahn, Hennen, Maus, Reh, Eule) aber auch Tiere aus der ganzen Welt (Giraffe, Kakadu) darauf zu sehen sind. Die Kinder kannten alle und freuten sich sehr über ihre neuen „Geburtstagsstühlchen“. Jedes Kind darf an seinem Geburtstag auf einem der Stühle Platz nehmen und wird von den anderen mit einem Geburtstagsständchen beglückwünscht. Auch wir bekamen ein Lied von den Kindern als Dankeschön vorgesungen und ein bemaltes Plakat, das nun in meinem Atelier an der Wand hängt und mich jeden Tag erfreut.

Flamingos in der Camargue

In die Camargue wollte ich vor allen Dingen um wilde Pferde, Flamingos und natürlich auch das Meer zu sehen. Das mit den wilden Pferden hat nicht ganz geklappt. Alle, die ich zu Gesicht bekommen habe, waren entweder mit Reitern bestückt oder zwischen Zäunen gezähmt. Aber im dortigen Naturschutzpark gab es eine ganz erstaunliche Anzahl von Flamingos. Bei diesem Anblick ging mein Herz auf und selbst die kleinen Mücken – die es natürlich überall auf der Welt gibt, wie man hier gerne mal betont – konnten mich vom Skizzieren nicht abhalten. Abends am Meer hab ich dann noch den – hier zahlreich vorhandenen – Anglern und der Sonne beim Untergehen zugesehen. Ein wunderschöner, beeindruckender Tag.

Bambusgarten in der Nähe von Anduze in Frankreich

Nachdem ich den Bambusgarten betreten hatte, hab ich mich gleich ausgesprochen wohl gefühlt. Es war als wäre ich beim Durchschreiten des Eingangsportals direkt in Asien wieder ausgetreten. Riesige verschiedenfarbige Bambusstangen bilden auf großen weiten Flächen einen einzigartigen Wald (15 Hektar). Der französische Kaufmann und Botaniker Eugene Makel hat im 19.Jhd. während seiner vielen Asienreisen Bambuspflanzen mit nach Europa gebracht und pflanzte sie auf seinem Landgut bei Anduze in Südfrankreich aus. Einige Pflanzen wuchsen zum Teil mehr als 20 m hoch. So entstand der erste Bambusgarten in Europa. Aber nicht nur Bambus – auch viele andere tolle Pflanzen und Gebäude gibt es hier zu bestaunen. Ich war wohl nicht die einzige Besucherin, die von der Atmosphäre in diesem Garten berührt war, denn auch die anderen schritten fast andächtig durch den Park.

Reiseskizzen/Frankreich/Anduze

In Anduze, an dem Fluss Le Gordon, gibt es in meinen Augen, alles was ein typischer französischer Ort braucht: kleine enge Gassen in denen sich Restaurants verstecken und entdeckt werden wollen; Kinder, die laut rufend auf der Straße Fussball spielen; ältere Damen, die sich nach dem Einkauf treffen und ein kleines Schwätzchen halten; am Abend im Bistro bei einem Aperitif das Leben und Treiben auf dem „place“ vor dem Rathaus beobachten. Auf dem Heimweg zum Campingplatz begegnete mir dann immer dieser nette Esel. Er hob jedes Mal den Kopf und schaute mich mit seinen großen dunklen Augen freundlich an – ganz so als würde er mich gleich mit einem „Bonjour Madame“ begrüßen wollen.

Franz Marc Museum in Kochel am See

Eigentlich war ich nur auf der Durchreise, aber einen kleinen Abstecher ins Franz Marc Museum hab ich mir dann doch gegönnt. In mehrerlei Hinsicht hat sich dies auch sehr gelohnt. Einmal ist es immer wieder anregend die Originale der farbenfrohen Bilder von Marc zu sehen (meist kommen einem ja nur Drucke in allen möglichen Variationen und Qualitäten unter)  – aber sie sind dort auch wirklich sehr schön präsentiert. Zusammen mit weiteren Werken der Künstler des „Blauen Reiters“ und der „Brücke-Maler“. Nachdem das Museum 10 jähriges Jubiläum feiert gibt es auch noch eine Sonderausstellung – „Lektüre“ – in der Bilder von Lesenden (gemalt z.B. von Auguste Renoir, Logis Corinth, August Macke, Pablo Picasso, Cy Twombly – um nur einige zu nennen) ausgestellt werden. Eine kleine Pause kann man in einem – durch einen Paravent – abgetrennten Bereich einlegen. Dort laden Stühle zum Sitzen und man kann dann durch eine große Glasfront direkt über den großen Park auf den Kochelsee schauen. Im Park selbst haben mich zwei Bronzestatuen von Hans Stangl fasziniert. Alles in allem auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Grafikatelier Tauser beim Regionalmarkt in Chieming

Am 6. Oktober 2018 findet der Regionalmarkt in Chieming statt. Das Grafikatelier Christa Tauser ist wieder dabei und wir haben diesmal einen Stand in einem Pavillon im Freien. Vor einiger Zeit habe ich durch Zufall einige alte Kinderstühle bekommen und wir haben sie abgeschliffen, grundiert und mit einer Grundfarbe bemalt. Am Regionalmarkt können Besucher, die Lust und Zeit mitbringen diese Stühle mit Acrylfarben bemalen. Dazu gibt es schon von mir angefertigt Entwürfe als Anregung oder man denkt sich selber etwas aus. Einige der Stühlchen werden dann dem Pfarrkindergarten in Chieming gespendet – es gibt aber auch die Möglichkeit die selbstbemalten Stühle für einen kleinen Unkostenbeitrag (Farben etc) selbst zu erwerben. Wir freuen uns auf alle kleinen und großen Künstlerinnen und Künstler und werden sie gerne bei ihrer kreativen Arbeit unterstützen.

Malkurs in den Ferien am Chiemsee

In dieser Woche fand der Sommerferien-Malkurs in meinem Atelier statt. Sehr schnell hat jeder ein Motiv gefunden oder hatte schon die Idee dazu mitgebracht. Wir haben den Aufbau der Bilder besprochen, zuerst eine Skizze gezeichnet, dann überlegt wie der Ausschnitt und das Format sein könnte. Anschließend haben wir die große Frage „Wie und mit was fange ich an?“ beantwortet und dann mit Farben, Pinseln und auch mal mit den Fingern auf Leinwände gemalt. Am Ende konnte jeder ein sehr schönes Bild mit nach Hause nehmen.

Waldbaden beim Malkurs am Chiemsee

Kürzlich habe ich in der ZEIT einen Artikel über den neuen Trend des „Waldbadens“ gelesen. Dort schrieb die Autorin  „Wer richtig in den Wald eintaucht, tut etwas für seine Gesundheit – in Japan gilt Waldbaden als Medizin.“  Nach dem letzten Malkurs am Wochenende, der im Wald hinter dem Atelier statt gefunden hat, hat eine Kursteilnehmerin genau dies beschrieben: „Der Tag war für mich wie Urlaub, sich nur auf die Malerei, Farben und das Motiv zu konzentrieren und die Ruhe des Waldes dabei zu genießen – einfach toll.“ Die Schwerpunkte des Kurses waren – Motivsuche, Skizzieren, Licht und Schatten – Grundieren der Leinwand und das Acrylbild Schritt für Schritt Aufbauen. Und natürlich – den Wald Genießen. Am Ende haben wir alles wieder in die Schubkarre und unsere Rucksäcke verpackt und sind entspannt und zufrieden aus dem Wald in den Alltag zurück gegangen.

Der nächste Acrylmalkurs ist am 28.7.  und wenn das Wetter es zulässt, findet er auch wieder draussen in der Natur statt.