Philosophenweg und Schloss Heidelberg

Der Philosphenweg befindet sich auf der anderen Seite des Neckars und ist ein sehr schöner Wanderweg mit tollen Aussichtsmöglichkeiten. Ich habe mir ein Plätzchen unter den Bäumen gesucht – mehr als Schutz vor dem immer wieder aufkommendem Nieselregen, als vor zu viel Sonne. Von hier aus konnte ich das Schloss, die alte Brücke und die Altstadt mit der großen Heiliggeistkirche, in der ich ja gestern schon war, gut erkennen und malen. Ein Schlossbesuch bot sich natürlich an – mit allem drum und dran – also mit der Zahnradbahn nach oben, Audioguide für den Aussenbereich und an einer Führung für die Innenräume habe ich dann auch noch teilgenommen. Im Schlosshof konnte ich noch – als kleines „Zuckerl“ obendrauf – eine Theaterprobe für die Sommerfestspiele genießen. War ein rundum schöner und lehrreicher Tag. Ausserdem hatte ich bisher noch nie so viele Asiatische Menschen an einem Tag gesehen. Die Dame auf dem Foto – Lise Yanhong  aus der Provinz Hebei – wollte gerne ein kleines Portrait von sich – das ließ sich natürlich machen…

Heidelberg

Da es immer noch regnet habe ich mich entschlossen ein paar Kirchen zu besuchen und bin unter anderem in der Heiliggeistkirche gelandet. Hier gibt es – und das habe ich bisher noch in keiner Kirche gesehen – eine gemütliche Ecke mit kleinen Sesseln, die zum verweilen einladen. Ein gemütlicher Platz an einem ruhigen, meditativen Ort und wie geschaffen um hier in Ruhe Skizzen zu machen. Dann hat mir die nette Kartenverkäuferin noch empfohlen auf den Turm zu steigen – wegen der tollen Aussicht. Trotz Regen und Wolken war es die Anstrengung auf jeden Fall Wert.

Aus fundierter Quelle habe ich gehört, dass es in Heidelberg die größte Eisdielendichte Deutschlands geben soll. Das könnte wirklich stimmen…

Stuttgart im Regen

Unwetter und der Dauerregen gab es auch in Stuttgart ausgiebig. Deshalb habe ich mich auf den Balkon zurückgezogen und mich an diesem traumhaften Blumenstrauß versucht. Normalerweise sind Stilleben nicht so mein bevorzugtes Malthema, aber dieser Farbenpracht konnte ich einfach nicht widerstehen. (Wer übrigens in Stuttgart wohnt – unbedingt mal in die Fuchswaldstraße in Heslach fahren und dort in den kleinen Gemüse- und Blumenladen gehen. Ausgesprochen nette Besitzerin mit ausgesprochen gutem Geschmack.) Beim Malen hatte ich dann auch noch neugierige Gesellschaft von Pepe.

Später ging es in die Staatsgalerie zur Ausstellung „Augen.Blicke.Impressionen“ eine Hommage an die Meister des Französischem Impressionismus. Hier habe ich wunderschöne Gemälde von Cézanne, Gauguin, Corot, Bonnard…gesehen. Sehr empfehlenswert – läuft noch bis zum November.

Stuttgart – Anbau in Rot

Da das Bild noch nicht ganz fertig ist – hier also heute nur ein Ausschnitt. Ich war heute vormittag noch einmal in der Innenstadt. Die Markthalle ist immer wieder einen Besuch wert und wenn man durch die Fussgängerzone geht wird man  von unterschiedlichsten Chorgesängen oder anderen Musikdarbietungen begleitet. Hier findet zur Zeit das Deutsche Chorfest statt und ich begegne an jeder Ecke kleinen Grüppchen mit Chorfestbeteiligten – erkennbar an ihren grünen Armbändchen. Habe einige Skizzen und Fotos gemacht.

AusschnittStgt1

Pleinairmalerei

Der thematische Überbegriff meiner Malreise ist die Pleinairmalerei (französisch: en plein air) – also Freilichtmalerei. Im Gegensatz zu meiner Arbeit zuhause im Atelier, wo ich in erster Linie nach Skizzen und Fotos male – suche ich mir nun ein schönes Motiv draussen und versuche es dann Vorort auf die Leinwand zu bannen. Dabei gibt es natürlich einen Unsicherheitsfaktor – das Wetter! Heute hat alles wieder sonnig begonnen – aber gegen nachmittag gab es dann ein kräftiges Gewitter. Ich musste schnell meine sieben Sachen zusammenpacken und nach innen flüchten. Deshalb heute nur Skizzen – und einen kleinen Stadtbesuch – auch mal schön!

Gartenkultur in Illertissen

Auf Anraten eines – sehr gut befreundeten – Gärtnereibesitzers, habe ich einen Abstecher nach Illertissen gemacht. Am Rande des Städtchens hat die Staudengärtnerei Gaissmayer ihren Standort und gleich nebenan ist das Museum der Gartenkultur. Ich denke hier sollte jeder Gartenliebhaber einmal gewesen sein. Die Vielfalt ist sehr beeindruckend – man spürt die Liebe und Ruhe mit der alles auf- und angebaut wurde. Die Lust am Gärtnern hat selbst mich – als Laien – hier gepackt. Ein wirklich ganz besonderer Ort mit sehr netten  Menschen. Nächste Station ist Stuttgart.

Schloss Nymphenburg

Ich war sehr überrascht auf dem Nymphenburger Kanal eine Gondel fahren zu sehen. Der Anblick des Schlosses und seiner Gärten, mit Springbrunnen und Marmorfiguren, Schwänen und Enten, ist an sich schon knapp an der Grenze zum Kitsch – aber nun auch noch diese venezianisch-romantische Beigabe? Ganz ehrlich – ich fand es wirklich toll und wäre am liebsten gleich mit gefahren. Aber ich war ja zum Malen gekommen und habe einen traumhaft sonnigen Sonntag im Schatten der Alleebäume direkt neben dem Kanal verbracht. Mein Bild ist allerdings noch nicht ganz fertig…

Malreise 2016 – Erste Station – München

Jetzt ist es endlich so weit. Vor drei Tagen ging es los – mein Auto ist voll bepackt mit Farben, Leinwänden, Staffelei und noch einigen Dingen, die ich während der drei Wochen nicht missen möchte…

Erste Station ist München – erstes Motiv – ein traumhafter Hinterhof in der Preysingstrasse in Haidhausen. Hier stehen die kleinen Herbergshäuser, in denen früher Handwerker, Kleingewerbetreibende, Arbeiter und Tagelöhner vor den Toren der Stadt in ärmlichen und beengten Lebens- und Arbeitsverhältnisse ihr Zuhause hatten. Zu meiner Jugendzeit hieß diese Gegend auch das „Glasscherbenviertel“. In den Achtzigern wurde renoviert und modernisiert und nun ist die Gegend ein sogenanntes „In-Viertel“. Die kleinen Häuser sind noch wie früher – zwar wieder hergerichtet – aber sonst unverändert. Jetzt leben hier Künstler und junge Familien. Es gibt Töpfereien, einen Glaskunstladen und umverschnörkelte Kneipen. Das alles erinnert mich ein wenig an meine Studentenzeit und …

Hinterhof-Preysingstraße